Eigenhaartransplantation mit FUE- und FUT-Methode

Die androgenetische Alopezie oder der typische männliche Haarausfall

Die androgenetische Alopezie ist die häufigste Form des Haarausfalles beim Mann. Sie beginnt oft schon in jungen Jahren, manchmal bereits nach der Pubertät. Im mittleren Lebensalter betrifft sie ca. 50% der Männer und steigt später sogar auf 80% an.
Durch Vererbung und das Einwirken männlicher Hormone können Haarwurzeln bestimmter Areale in ihrem Wachstum negativ beeinflusst werden. Dabei spielt ein Stoffwechselprodukt des wichtigsten männlichen Hormons, das Testosteron, eine entscheidende Rolle: Das Dihydrotestosteron (DHT). Es entsteht aus Testosteron durch Umwandlung mit Hilfe des Enzyms 5-alpha-Reduktase Typ II. DHT verkürzt die Wachstumsphase der Haarfollikel und verkleinert diese, so dass nur noch feine Härchen entstehen und schliesslich die Haarbildung, meist im Bereich der Geheimratsecken, des Haaransatzes, des Oberkopfes und im Tonsurbereich, ganz aufhört.

Durch die Eigenhaartransplantation können alle Formen des sog. androgenetischen Haarausfalls behandelt werden. Die Haartransplantation ist eine Umverteilung gesunder Haarwurzeln auf kahle Stellen. Sie ist eine echte Alternative zu allen anderen Behandlungsmöglichkeiten, da sie ein dauerhaftes Resultat liefert. Im Bereich des Haarkranzes sind die Haarwurzeln gegen hormonelle Einflüsse weitgehend unempfindlich und daher lebenslang privilegiert.
Das vorhandene Spenderhaar mit der "Wachstumsinformation" aus dem hinteren Haarkranz wird bei der Transplantation umverteilt, so dass ein lang anhaltendes ästhetisch gutes Ergebnis erzielt wird. Dabei ist es erstaunlich, wie wenig Spenderfläche benötigt wird. Die Haardichte im Spenderareal wird vor der Behandlung analysiert, so dass später Rückschlüsse auf das Spenderpotential und weitere Behandlungen möglich sind. Der Eingriff ist seit Einführung neuer Techniken anerkannt und wird weltweit durchgeführt um fehlendes oder lichtes Haar zu ersetzen.

Der Chirurg Orentreich fÜhrte bereits 1959 eine Technik zur freien Transplantation eigener Kopfhaare ein, die bis heute stark verfeinert wurde. Durch eine Verbesserung der Entnahme, Splittung und Umverteilung, lÄsst sich der "BÜscheleffekt" frÜherer Transplantationen vermeiden. Die Eigenhaartransplantation ist heute die einzige definitive Behandlungsart der androgenetischen Alopezie bei Mann und Frau mit lebenslang sichtbarem Erfolg.

Die moderne Haartransplantation wird bei uns mittels FUT- und FUE- Methode durchgefÜhrt. Bei diesen Verfahren werden unter Örtlicher BetÄubung der oberen Hautschichten ein schmaler Hautstreifen mit hoher Haarwurzeldichte (FUT) oder einzelne follikulÄre Einheiten (FUE) aus dem Spenderbereich entnommen.

FUE (Follicular Unit Extraction oder auch Haarfollikelextraktion)

Bei dieser Methode wird die Kopfhaut kahl rasiert. Das Donorareal (SpenderflÄche) wird lokal betÄubt und die Behandlung ist vollkommen schmerzfrei. Nach der AnÄsthesie werden mit einem speziellen Hohlbohrer die einzelnen Haarwurzeln freigelegt und danach mit einer feinen Pinzette herausgezogen. Die Öffnungen, die dabei entstehen, mÜssen nicht vernÄht werden. Die follikularen Einheiten von 1 bis 3 Haaren werden in winzige Öffnungen transplantiert, die mittels eines speziellen Mikroskalpells vorbereitet wurden. Die Slits sind weniger als 1mm gross, daher kÖnnen die Transplantate (Grafts) wesentlich enger gesetzt werden, wodurch ein sehr natÜrliches Haarbild entsteht. Bei der FUE-Methode verheilen die kleinen Öffnungen innerhalb wenigen Tagen von selbst zu und es entstehen keine sichtbaren Vernarbungen an den jeweiligen Entnahmestellen.

FUT (Follikular Unit Transplantation oder Streifenentnahmetechnik)

Bei der FUT-Methode wird die Entnahmestelle mittels lokaler BetÄubung genauso schmerzfrei gemacht, wie bei der FUE-Methode. Im Anschluss wird ein etwa 1-bis 1,5 cm breiter Streifen, je nachdem wie viel Transplantate zur Transplantation benÖtigt werden, am Hinterkopf entnommen und anschliessend vernÄht. Es bleibt eine dÜnne, strichfÖrmige Narbe, die spÄter nicht mehr unmittelbar sichtbar ist. Der entnommene Hautstreifen wird durch unser Team mikrochirurgisch in kleinste Einheiten, follikulÄre Units von 1 bis 3 Haaren aufgeteilt. Durch die perfekte PrÄparierung der einzelenen Transplantate (Grafts) wird kein zusÄtzliches Gewebe verpflanzt, wir achten sehr darauf, dass die follikulÄre Einheit, wie sie im vorherigen Umfeld, also im Spenderareal, gewachsen ist, so zu transplantieren, dass ihr natÜrliches Erscheinungsbild im EmpfÄngerareal erhalten bleibt.

Die Transplantate werden bei der FUE und der FUT-Methode in einer bestimmten NÄhrlÖsung gehalten, sodass sie nicht absterben kÖnnen. Nach BetÄubung des EmpfÄngerareals werden mit speziellen Mikroskalpellen die Incisionen (feine Schnitte) vorgenommen, in welche die follikulÄren Einheiten eingepflanzt werden, sie haften sofort durch kÖrpereigenes Serum. Demzufolge ist bei unseren Methoden der Eigenhaartransplantation das Tragen eines grossflÄchigen Verbandes nicht erforderlich. Nur das Spenderareal wird mittels eines kleinen Verbandes abgedeckt. Bei der FUT-Methode werden zwischen dem 10. und 14. Tag eine Kontrolle und die Fadenentnahme durchgefÜhrt. Bei der FUE-Methode werden am nÄchsten Tag, sowie zwei Wochen spÄter, Kontrolluntersuchungen vorgenommen. Die Krusten, welche sich nach der Operation auf den behandelten Stellen bilden, lÖsen sich nach 5-7 Tagen. Sie mÜssen mit einer Schwellung im Bereich des Gesichts rechnen, dieses ist eine natÜrliche und nicht zu beunruhigende Reaktion und klingt nach ein paar Tagen von selbst ab. Nach Abschluss der oberflÄchlichen Wundheilungsphase produzieren die transplantierten Haarwurzeln neue gesunde und krÄftige Haare, die ein Leben lang erhalten bleiben. Auf Wunsch kÖnnen zur Verdichtung der Haare Folgebehandlungen durchgefÜhrt werden.



"Narbe" Entnahmestelle (FUT im langen Haar)


"Narbe" Entnahmestelle (FUT im kurz rasierten Haar)


Narbenfreie Entnahmestelle bei der FUE-Methode


Auf den natürlich erscheinenden Haaransatz kommt es an.

Unsere langjährige Erfahrung zeigte uns, dass das natürliche Erscheinungsbild im Wesentlichen von der Gestaltung der vorderen Haarlinie abhängig ist.
Der ursprüngliche Haaransatz im Stirnbereich ist normalerweise in der vordersten Front dünner und verdichtet sich erst nach hinten. Um dies bei der Wiederherstellung des Stirnbereichsansatzes möglichst naturgetreu nachahmen zu können, gestalten wir eine unregelmässige Haarlinie mit Einzelhaartransplantaten.
Eine besondere Aufmerksamkeit legen wir auf die neue Stirnhaargrenze, da das Alter, das Geschlecht und noch vorhandene Resthaare eine grosse Rolle spielen. In jedem individuellen Fall wird neu bestimmt, welches die ästhetisch optimale Lösung ist.

Detailaufnahme eines Stirnhaaransatzes


Vor 1. Behandlung


Nach 1. Behandlung

nach oben

© WEBSCREEN creative design 2015